Streik GDL- Die Streiks gehen weiter

Zug mit Streik GDL BannerDie Bahn hat dieses Jahr schon oft und lange gestreikt, mitunter fand dieses Jahr der mit 98 Stunden am Stück bisher längste Streik in der Geschichte der Bahn statt. Doch auch nächstes Jahr werden die Streiks weitergehen. Die Gewerkschaft GDL kündigte an das sie, falls die Deutsche Bahn nicht bis zum 17.12 ein überzeugendes Angebot vorlegt, erneut streiken wollen und das so bald wie möglich. Momentan sind die Streiks bis zum 11. Januar ausgesetzt, doch was danach passiert hängt nun ganz von der Verhandlungsbereitschaft der Bahn ab.

Auch der Beamtenbund, die Dachorganisation der GDL, steht auf der Seite der Gewerkschaft. Der Beamtenbund verwaltet die Streikkassen und verkündete kürzlich, dass diese noch gut gefüllt sind und man so mit weiteren und vor allem noch längeren Streiks rechnen muss.

Forderungen der GDL

Die GDL fordert fünf Prozent mehr Lohn und eine um zwei Stunden verkürzte Arbeitswoche, doch ist dies nicht der hauptsächliche Grund der Streiks der GDL. Viel wichtiger ist der Gewerkschaft dass sie zukünftig, neben den Lokführern, auch noch anderes Bahnpersonal betreuen kann. Dazu gehören zum Beispiel Rangierführer oder Zugbegleiter. Diese werden jedoch momentan von der weitaus größeren EVG, der Eisenbahn und Verkehrsgesellschaft betreut. Die GDL möchte in Zukunft für alle Mitarbeiter der Bahn die Tarifverträge aushandeln können. Die Bahn will dies allerdings verhindern, denn sie fürchtet dass es zu noch größerem Unfrieden in der Belegschaft kommt, falls die Mitarbeiter zwischen zwei Tarifverträgen auswählen können. Dies würde zu Unterschieden in der Bezahlung führen und die sogenannte Tarifeinheit gefährden.
Der wahre Grund der Streiks ist also das Ziel der GDL ihre Tarifverträge neben den Tarifverträgen der EVG gültig zu machen. Auch in den vergangenen Streiks war dies der Hauptgrund. Die Bahn hatte der GDL schon einmal ein interessantes Angebot gemacht. In diesem bot die Bahn der GDL an, dass einerseits die Gehälter erhöht werden und dass beide Gewerkschaften für die gesamte Belegschaft der Bahn verhandeln dürfen, kommt es dabei zu einem Streitfall bleibt es bei den alten Zuständigkeiten. Dieses Angebot lehnte die GDL allerdings ab.
Es bleibt nun nur das Abwarten und die Hoffnung, dass die GDL das in den kommenden Tagen folgende Angebot der Bahn annimmt und die Streiks aufhören. Falls dies nicht geschieht und die GDL weiter zu Streiks aufruft wird ein Imageschaden der Gewerkschaften befürchtet.

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